Frauen im Gesundheitswesen

Wie Sie als Frau im Gesundheitswesen durchstarten

Veröffentlicht am 18/03/2021

Sie sind Ärztin oder Therapeutin und fragen sich wie Sie Ihre Karriere und Familie unter einen Hut bringen, wie Sie sich gar selbstständig machen sollen trotz den vielen privaten Verpflichtungen?

Anlässlich des internationalen Tags der Frau hat OneDoc mit Dr. Anna Erat, Chefärztin Check-up Zentrum Hirslanden, Dr. Anne Renner, Gynäkologin, und Dr. Michelle Larson, Gynäkologin, über ihre Erfahrungen als Frauen im Gesundheitswesen gesprochen.

Lesen Sie im Folgenden unsere daraus abgeleiteten Tipps für steile weibliche Karrieren im Gesundheitswesen.

Ich will mehr über das Thema erfahren!

Dr. Anne Renner, Gynäkologin

Dr. Michelle Larson, Gynäkologin

Dr. Anna Erat, Chefärztin Check-up Zentrum Hirslanden

Bewusstsein schaffen

Zunächst gilt es, sich als Frau (und als Mann) der Gleichstellungsproblematik bewusst zu werden. Anlässe wie der internationale Frauentag können bspw. dazu genutzt werden, um auf die Problematik hinzuweisen und sich mit Betroffenen auszutauschen. Denn eines ist klar: Ob man die Dinge ausspricht oder nicht, sie sind ohnehin da. Wir sollten also auch den Mut haben, sie beim Namen zu nennen und uns bspw. mit anderen Frauen auszutauschen. Haben Sie sich schon einmal gefragt: Wie nimmt meine Kollegin/Angestellte die Stellung der Frauen im Medizinbereich eigentlich wahr?

Mehr dazu im kompletten Interview mit Dr. Anna Erat:

Organisation ist alles

Damit berufstätige Frauen entlastet werden können, braucht es eine gute Organisation des familiären Alltags. Die Kinderbetreuung muss gewährleistet sein, viele Familien setzen dafür auf Nannies oder Kindertagesstätten. Wichtig ist eine klare Kommunikation und gegenseitige Unterstützung innerhalb der Familie, damit alle Mitglieder ihre persönlichen Bedürfnisse erfüllen können.

Sehen Sie hier Dr. Anne Renners Antwort auf die Frage, ob man sich als Ärztin heute immer noch entscheiden muss zwischen Karriere und Familie:

Netzwerk: Verbinden und inspirieren

Für Frauen kann es interessant sein, sich ein Netzwerk zu schaffen. Mentoring-Programme können in jeder Karrierestufe interessant sein, da weniger Berufserfahrene von älteren Kolleg*innen vieles lernen können. Auch das eigene Netzwerk kann so ausgebaut werden. Ein gutes und vor allem aktives Netzwerk zu haben, kann sehr unterstützend sein. Selbst wenn Sie sich bereits voll und ganz als Ärztin oder Therapeutin etabliert haben, ja vielleicht eine eigene Praxis leiten, ist es stets von Vorteil, in engem Austausch mit Kolleg*innen zu sein.

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Bedürfnisse offen und klar kommunizieren

Es ist wichtig, dass man als Ärztin oder Therapeutin klar seine Bedürfnisse kommuniziert und selbstsicher auftritt. Die Chefärztin Check-up Zentrum Hirslanden Dr. Anna Erat weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass es unterschiedliche Studien gibt, die besagen, dass Menschen mit einer tiefen Stimme, oder einer grösseren Statur, also vor allem Männer, mehr Erfolg haben oder in Meetings mehr wahrgenommen werden, vor allem auf Top-Management-Ebene. Es gibt also biologische und kulturell bedingte Unterschiede zwischen Mann und Frau. Das muss aber gar nichts Negatives sein, im Gegenteil: Man sollte sich als Frau der eigenen Wirkung bewusst sein und klar seine eigenen Wünsche und Vorstellungen kommunizieren. Dr. Michelle Larson hat schon oft erlebt, dass Frauen nicht klar sagen, was sie wollen:

“Das Problem ist, dass Frauen, sobald sie eine Aussicht auf einen guten Job haben, sich zu allem verpflichten würden, auch wenn sie dies gar nicht mit ihrer Lebenssituation vereinbaren können,” so Larson.

Nur wenn die eigenen Bedürfnisse jedoch klar vermittelt werden, können die eigenen Ressourcen geschont werden und ein Arbeitsumfeld geschaffen werden, dass mit der persönlichen Situation vereinbar ist.

Das komplette Interview mit Dr. Michelle Larson lesen Sie hier.

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2021-04-22T12:54:02+00:00
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